Vor ein paar Wochen lag ich flach und kam aus dem Rhythmus. Es lag Schnee in Berlin, mein zweites Lieblingshobby Fahrradfahren unmöglich, aber vor allem hatte ich irgendwas Falsches gegessen. Also war ich im Internet und habe gesurft 😎

Wie so viele Journalist:innen habe ich die Schneepause genutzt um anzufangen, mich durch die Epstein-Files zu lesen, die das US-Justizministerium Ende Januar veröffentlicht hat: 3,5 Millionen Seiten, stĂŒckchenweise, chaotisch und teils geschwĂ€rzt. Das DOJ hat dabei IdentitĂ€ten von mindestens 31 MinderjĂ€hrigen nicht geschwĂ€rzt, Nacktbilder inklusive, wĂ€hrend Namen von MĂ€chtigen zensiert blieben. Die New York Times musste das DOJ erst darauf hinweisen, bevor die Bilder entfernt wurden (NPR). Seitdem viele viele Nachrichten, auch fĂŒr die Gaming Welt. Aber wie immer: Nicht alles, was im Internet steht, stimmt.

Auf Reddit kursierte recht flott die Headline, Epstein hÀtte Mikrotransaktionen erfunden (TheGamer). Das, zum Beispiel, stimmt nicht. Die Wahrheit ist interessanter, dazu unten mehr.

In der zweiten (fitteren) HĂ€lfte der vergangenen Woche habe ich dann fĂŒr eine Geschichte recherchiert. Stop Killing Games, die EU-BĂŒrgerinitiative mit 1,29 Millionen Unterschriften, und die Frage: was wird daraus? Ich habe dafĂŒr mit dem ehemaligen EU-Abgeordneten Patrick Breyer gesprochen. Das StĂŒck kommt in einer der nĂ€chsten Ausgaben.

Cooking something.

Und dann hatte ich bei Freund:innen in BrĂŒssel die Gelegenheit mein Mario Kart Game zu praccen wie die coolen Kids sagen. Auf LinkedIn hatte mir Sven Hesselbach den Pareto-Blogpost empfohlen, der r/dataisbeautiful-mĂ€ĂŸig zeigt, wie man die beste Kombination aus Fahrer, Fahrzeug, Reifen und Gleitschirm wĂ€hlt. Ich habe ihn gelesen (und mir vielleicht auch ein Video von der Mario Kart Weltmeisterschaft angeschaut auf der fast alle Yoshi gespielt haben). Wenn meine BrĂŒssel-Freunde das lesen: Sorry not sorry. Und danke, Sven.

Victory is ours

Hier ist, was in den letzten zwei Wochen passiert ist in der Welt, in der wir spielen.

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🏱 WAS ZUR HÖLLE IST BEI UBISOFT LOS?

WĂ€hrend ich im Home Office krank war, las ich von jemandem, der wieder ins BĂŒro musste. Ende Januar kĂŒndigte Ubisoft die 5-Tage-BĂŒropflicht an, was David Michaud-Cromp, Team Lead Level Design bei Ubisoft MontrĂ©al, auf LinkedIn öffentlich machte. David ist ein wichtiger Designer bei Ubisoft, er arbeitet seit 13 Jahren im Unternehmen, zuletzt an Assassin's Creed Shadows, dem Open-World-Actionspiel im feudalen Japan. Er schreibt: "We're not completely stupid... we very well know why you want to go back to 5 days in the office."

Aber was passiert da eigentlich gerade bei Ubisoft? Kurz die Timeline.

21. Januar 2026: Ubisoft verkĂŒndet den "Major Reset". Sechs Spiele gecancelt, sieben verschoben. Rund eine Milliarde Euro Verlust prognostiziert. (Quelle: Ubisoft Pressemitteilung)

David und viele andere im Unternehmen mĂŒssen zurĂŒck in die BĂŒros. Dabei zeigt eine aktuelle Fraunhofer-Studie (danke @Tagesschau fĂŒr den Bericht darĂŒber, good timing): BeschĂ€ftigte im Homeoffice bearbeiten rund 20 Prozent mehr Kundenanliegen als im BĂŒro. Der Kipppunkt liegt bei 60 Prozent Homeoffice-Anteil, also zwei bis drei PrĂ€senztage pro Woche. Wusstet ihr das? Ich nicht.

David jedenfalls wurde laut eigenem Post drei Tage lang suspendiert ohne Bezahlung. Verstoß gegen die "duty of loyalty". Und dann am 2. Februar: Fristlose KĂŒndigung: "Today, I was terminated by Ubisoft, effective immediately. This was not my decision." (Quelle: LinkedIn)

Ein Ubisoft-Mitarbeiter eines anderen Studios kommentiert darunter:

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"Ubisoft wants to have an image of open-mindedness, diversity, and goodness, but behind the curtain, it's a completely different story."

Dany Clairvoyant, Mitarbeiter bei Ubisoft auf LinkedIn

Was Ubisoft zu dem Vorfall sagt: Meinungen respektvoll zu teilen fĂŒhre nicht zur KĂŒndigung. Aber wiederholte VerstĂ¶ĂŸe gegen den Code of Conduct schon. (Quelle: Game Developer)

Am 10. Februar streikt die Belegschaft von Ubisoft. FĂŒnf Gewerkschaften haben vom 10. bis 12. Februar zum Ausstand aufgerufen. Die Gewerkschaften melden 1.200 Streikende, Ubisoft zĂ€hlt 538, mindestens 15% der 3.800 BeschĂ€ftigten in Frankreich. Vor dem Hauptsitz in Saint-MandĂ© trugen Angestellte Lapins-crĂ©tins-Masken. Rassemblements gab es auch in Bordeaux, Montpellier, Annecy, Lyon und Mailand. (Quellen: Le Monde, Game Developer)

Eine Vertreterin der französischen Videospielgewerkschaft, Laura Turban, nannte die BĂŒropflicht "un moyen de pousser les employĂ©s vers la sortie", ein Mittel, Leute rauszudrĂ€ngen. Parallel hat Ubisoft 200 Stellen am Hauptsitz zum Abbau angekĂŒndigt und ein Sparpaket von 200 Millionen Euro aufgelegt.

Ich finde ja: Return-to-Office hat nichts mit Ubisofts eigentlichem Problem zu tun. Das Problem sind deren letzte Titel: Star Wars Outlaws, Skull and Bones, XDefiant. Das Problem ist nicht, wo die Leute arbeiten. Das Problem ist, was dabei rauskommt. Dass die Belegschaft am 10. Februar angefangen hat zu streiken (Le Monde), zeigt: Die Leute bei Ubisoft wissen das auch.

Nachtrag vom 12. Februar: Ubisoft hat die Q3-Zahlen veröffentlicht. 338 Millionen Euro Bookings, 12% Wachstum, getrieben von Assassin's Creed. Klingt erstmal okay. Aber die Jahresprognose bleibt: rund eine Milliarde Euro operativer Verlust und 400 bis 500 Millionen negativer Cashflow. 200 Stellen am Hauptsitz werden abgebaut. (Quelle: Ubisoft Q3 Report)

Nachtrag vom 20. Februar: Ubisoft-CEO Yves Guillemot hat sich in einem Variety-Interview erstmals zu Streiks, Entlassungen und KI geĂ€ußert. Die Gewerkschaft fordert seinen RĂŒcktritt, Guillemot adressiert das nicht direkt. (Variety)

Wer mehr lesen will und Französisch kann:

[Hintergrund Le Monde]

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🔮 HAT EPSTEIN MIKROTRANSAKTIONEN ERFUNDEN? (Spoiler: Nein und auch keine Dragon Lore gekauft)

Na da habe ich natĂŒrlich geklickt. "Jeffrey Epstein Reportedly Had a Major Hand in Making Call of Duty Series a Microtransaction Hell", ĂŒber 40.000 Upvotes auf Reddit. Auf X teilte ein Esport-Account ein angebliches Dokument, laut dem Epstein eine AWP Dragon Lore fĂŒr 4.253 Dollar gekauft habe. Und außerdem die News, ein Fortnite-Account namens "littlestjeff1" sei noch aktiv. Beweis, dass Epstein lebe.

Nichts davon stimmt. Hier ein paar Fakten.

Der Dragon-Lore-Screenshot war gefĂ€lscht. Im Original-Dokument des DOJ steht eine Fortnite-V-Bucks-Transaktion ĂŒber 25,95 Dollar. (Quelle: TalkEsport) Auch der Fortnite-Account hat ursprĂŒnglich jemand anderes angelegt, ein bestehender Spieler Ă€nderte seinen Nutzernamen zu "littlestjeff1", nachdem der Name in den Files aufgetaucht war. Epic Games stellte das am 6. Februar klar, Epsteins E-Mail-Adressen existieren in ihrem System nicht, so der Publisher. (Quelle: Kotaku)

So funktioniert Desinformation: Eine echte Nachricht (die Files), ein Körnchen Wahrheit (Epstein hatte einen Xbox-Account), und darauf aufgebaut erfundene Details, die schneller geteilt werden als jemand sie prĂŒft. Im Internet gibt es dafĂŒr auch ein Meme: Gamer Epstein.

Was aber wirklich drin steht in den Files (also die Wahrheit) finde ich persönlich viel spannender:

Am 30. Januar veröffentlichte das US-Justizministerium ĂŒber 3,5 Millionen Seiten aus den Ermittlungen gegen Jeffrey Epstein. (Quelle: DOJ) Darunter: Dutzende E-Mails zwischen Epstein und einem Mann namens Bobby Kotick. Kein Unbekannter in der Gaming-Welt. Kotick war ĂŒber 30 Jahre lang der CEO von Activision, dem Publisher hinter Call of Duty, World of Warcraft und Candy Crush. Unter ihm wurde Activision Blizzard zum grĂ¶ĂŸten westlichen Gaming-Konzern, bis Microsoft ihn 2023 fĂŒr 69 Milliarden Dollar ĂŒbernahm. Kotick ist in der Branche, vorsichtiges Journalisten-Wort, berĂŒchtigt: fĂŒr aggressives Management, fĂŒr eine Firmenkultur, die in einem massiven BelĂ€stigungsskandal endete, und fĂŒr die Frage, wie viel ein CEO wissen muss, um verantwortlich zu sein. Jason Schreier hat das in seinem Buch Play Nice dokumentiert, das ich mir tatsĂ€chlich letzte Woche aus der Buchhandlung geholt habe und auf das ich mich jetzt noch mehr freue.

casual EinkÀufe in der Mittagspause

Die DOJ-Dokumente zeigen, dass der Kontakt zwischen Epstein und Kotick enger war als bisher bekannt. Aus den Akten kann man ableiten, dass Ghislaine Maxwell spĂ€testens 2010 den Kontakt vermittelte: "Jeffrey would Love to see you if you have time. Something to do w/business." (DOJ-Dokument EFTA02414182) Ab Ende 2012 wird die Kommunikation regelmĂ€ĂŸig. Dinner im November 2012 (EFTA02563355). Im Februar 2013 ist Epstein in LA, besucht SpaceX mit "the girls" und will danach zu Activision (EFTA02566617). Kotick lĂ€dt ihn zu sich nach Beverly Hills ein: "Come with your friends to my house at 530, 1011 Cove Way, Bev Hills." Epstein schreibt, er halte Hof "in Bill Gates' suite" im Westin (EFTA02566617). Im April 2013 kommt Epstein mit "3 or 4" Leuten nach Bel Air, trifft Kotick erneut (EFTA00959650).

Kotick schreibt nach einem Besuch bei Epstein: "It was fun being with you and your teams of experts." Epstein bietet ihm eine Tour seiner Privatinsel an. Kotick antwortet: "I don't think it is going to work with the schedule." Aber auch: "Great, wished we could have stopped by the island." (EFTA02722408)

Dann sind wir auch schon dort, wo der Reddit Post ansetzt: In einer E-Mail-Kette vom Mai 2013 geht es um Monetarisierung. Kotick schreibt ĂŒber Belohnungssysteme: "Learn to read: [earn] cell phone minutes, iPhone credits, virtual items in games." Epstein leitet die Mail an Pablos Holman weiter, einen Tech-Futuristen, der fĂŒr Jeff Bezos bei Blue Origin gearbeitet hat. Holmans Antwort: "I'm all for indoctrinating kids into an economy." (Quellen: TheGamer, Aftermath)

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I'm all for indoctrinating kids into an economy.

Pablos Holman in einer Mail aus den Epstein-Files

Das Timing ist Folgendes: Black Ops 2 hatte wenige Monate zuvor die ersten Mikrotransaktionen in der Call of Duty-Geschichte eingefĂŒhrt. 2018 empfahl Epsteins Finanzberater, fĂŒr eine Million Dollar Activision-Aktien zu kaufen, kurz vor dem Release von Black Ops 4 mit Battle-Royale-Modus (EFTA02615995).

Was die Files nicht zeigen: Dass Epstein Mikrotransaktionen erfunden oder designt hat. Und auch nicht, dass Kotick selbst Straftaten begangen hat.

Was die Files zeigen: Einen CEO, der regelmĂ€ĂŸig Zeit mit einem verurteilten SexualstraftĂ€ter verbrachte. Und Leute am Tisch, denen bewusst war, was sie taten. "Indoctrinating kids into an economy", das ist kein Versehen. Das ist das GeschĂ€ftsmodell, ausgesprochen.

Nebenbei eine Meldung, die doch stimmt: Epstein wurde 2013 von Xbox Live gebannt (Bild Header), wohl weil er als SexualstraftÀter registriert war (PC Gamer).

Kotick verließ Activision im Dezember 2023 nach der Microsoft-Übernahme. Was er ĂŒber Epstein wusste und wann, gehört zu den Fragen, die diese Files nicht beantworten. Vielleicht geht diese Geschichte ja aber noch weiter.

[Alle Dokumente: DOJ Epstein Library | Quellen: Kotaku, Aftermath, PC Gamer]

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🎬 BEASTIGE GAMES

That smile, that darn smile

I have to confess: Ich bin gerade dabei Beast Games Staffel 2 zu schauen. Ich denke die ganze Zeit daran. Warum eigentlich?

1.000 Menschen in einer Halle, 5 Millionen Dollar, und die Frage: Wie viel ist dir IntegritÀt wert?

Die Show funktioniert nicht trotz ihrer schlechtesten Impulse, sondern wegen ihnen. Jeder Cliffhanger sitzt genau da, wo jemand mal wieder jemanden verrĂ€t. Game of Thrones hat den Verrat perfektioniert und MrBeast hat es in eine Gameshow ĂŒberfĂŒhrt.

Dazu kommt alles andere: Die Gier als GrundprĂ€misse, die Selbstoptimierung die MrBeast selbst verkörpert (die weißen ZĂ€hne, der perfekte Thumbnail-Blick, der Look mit der Kapuze (Gamer-Klischee!) als Brand), und ein Belohnungssystem das unsere schlechtesten Reflexe triggert. Schadenfreude, Neid, die Hoffnung, dass andere scheitern.

Die Show macht mich sĂŒchtig. Das GefĂŒhl danach ist furchtbar. Beast Games zeigt, was passiert wenn jemand Storytelling-Techniken perfekt beherrscht und sie komplett in den Dienst von Entertainment stellt. Keine Ambivalenz, kein Raum fĂŒr KomplexitĂ€t. Es ist noch nicht mal so, dass es besonders kluge Spiele sind, die da gespielt werden. Aber die Einfachheit gepaart mit dem Prisoners Dilemma ist ein Homerun als Unterhaltungsformat.

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🎼 ARD ÜBER TOXICITY: WAS IM GESPRÄCH FEHLTE

Ihr merkt ich hatte viel Screentime. Am 28. Januar hat die ARD einen MixTalk zum Thema "Toxicity im Gaming" gestreamt. Über zwei Stunden mit ChefStrobel, Broeki, MiauMarmelade und der Community. Ich schaue das mittlerweile echt gern, vor allem wenns um meine Themen geht.

Die Diagnose ĂŒberraschte niemanden, der schonmal online gegamet hat, denn: Alle wurden halt schon mal beleidigt.

Was mir in der Diskussion gefehlt hat: Was die Forschung inzwischen weiß. Deswegen habe ich mir mal ein paar Studien rausgepickt um das Gesagte zu unterfĂŒttern.

Studie 1: ToxizitĂ€t ist ein Virus. Forscher:innen haben das Verhalten von World-of-Tanks-Spieler:innen analysiert und festgestellt: Wer toxisches Verhalten beobachtet, wird selbst toxischer (Shen et al., 2020, Computers in Human Behavior). Das erklĂ€rt den Teufelskreis, den auch ChefStrobel im Talk beschreibt: “Du lĂ€sst dich mitreißen."

Studie 2: Talk about it. Eine randomisierte Studie mit 722 Gamer:innen testete eine simple Intervention: Teilnehmer:innen lasen Geschichten von anderen Spieler:innen, wie sie mit Toxicity umgehen. Einen Monat spĂ€ter grĂŒbelten sie weniger, pöbelten seltener zurĂŒck und reagierten konstruktiver auf toxische Situationen (Zsila et al., 2025, Computers in Human Behavior).

Studie 3: Nicht nur bestrafen, auch bestĂ€rken. Ein Zuschauer im Chat schrieb sinngemĂ€ĂŸ: Die Guten reden zu wenig. Die Forschung bestĂ€tigt das: Eine systematische Review von 2024 zeigt, dass positive Kommunikation aktiv zu fördern, nicht nur negative zu bestrafen, Toxicity nachhaltiger reduziert (Wijkstra et al., 2024, ACM).

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⚡ PATCHNOTES

BastiGHG bei Salwa Houmsi
Ich bin ja großer Fan von Salwa Houmsis eigenem Podcast House of Houmsi (auch weil ich als Podcast-Produzent finde, wir brauchen wieder viel mehr Indie Podcasts). Die 90 Minuten mit Deutschlands erfolgreichstem Minecraft-Streamer, von dem niemand weiß, wie er aussieht, waren deswegen ein doppeltes Geschenk. Das Interessante an BastiGHG ist aber, finde ich, gar nicht seine AnonymitĂ€t, sondern dass im GesprĂ€ch klar wurde dass er in einer toxischen Beziehung mit Arbeit steckt. Basti sagt wörtlich: "Ich predige anderen, was ich selbst nicht mache." Lieber Basti, ich kann da leider gut relaten.

k0nfig enthĂŒllt CS-GehĂ€lter
Der dĂ€nische CS-Spieler k0nfig hat in einem Stream seine ehemaligen GehĂ€lter verraten: $28.000/Monat bei Astralis, $30.000 bei Complexity. Esport-GehĂ€lter sind normalerweise noch eine Blackbox. Caspar von Au und ich haben damals eine Folge bei unmuted darĂŒber gemacht.

Silksong ist Game of the Year 2025
Die Steam Awards haben Hollow Knight: Silksong zum Game of the Year gewÀhlt.

Ephy Pinkman: "Wir haben nicht genĂŒgend Holz, mylord"
Wer wissen will, was passiert wenn eine Gamer-Generation in den Club kommt: Ephy Pinkman erfindet gerade Medieval Trance: Mittelalter-Flöten, Hard Trance und Stronghold-Samples. Das Set ist viral gegangen. Danke an Benjamin Köbler-Linsner fĂŒr den Tipp.

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💬 BIS NÄCHSTE WOCHE

Die polnische IEM (so ein Counter-Strike-Turnier) war dieses Jahr zum ersten Mal nicht in Katowice, sondern in Krakau. Gewonnen hat trotzdem, wie letztes Jahr, Team Vitality. Das französische Team hat Stake als Sponsor, wie bei vielen Teams eine Gambling-Website. Gegen Stake.us laufen inzwischen mindestens neun Klagen in den USA, eine Sammelklage in Ohio bezeichnet die Plattform als "illegales Casino". Was das fĂŒr das Sponsoring des besten CS-Teams aller Zeiten bedeutet? A suivre.

đŸ’„ EINS NOCH

Ich habe als ich vor ein paar Tagen in MĂŒnchen war mit dem Optimisten Dirk von Gehlen ein Kaffee getrunken und ihm erzĂ€hlt, wie schwer mir dieser Newsletter fĂ€llt. Nicht das Recherchieren, nicht das Schreiben. Sondern das Rausschicken.

Er hat mir gesagt, das sei eine Journalisten-Krankheit. Dass wir lernen: Es muss hart sein. Wenn dir Posten leicht fÀllt, machst du es falsch. Creator denken das nicht. Die sehen Content als VerlÀngerung von sich selbst, nicht als Produkt von Leidensdruck.

Kennt ihr das? Dass sich etwas schnell sehr wichtig anfĂŒhlt, wenn man etwas macht das einem was bedeutet? Dass es deswegen richtig ist, weil es schwer ist? Aber dass es vielleicht gar nicht schwer sein muss. Sondern spielerisch.

DafĂŒr ist dieser Newsletter gedacht. Und weil ihr jetzt tatsĂ€chlich die zweite Ausgabe lest, heißt das: wir spielen fröhlich weiter. Danke fĂŒrs Lesen und bis bald

Yannic

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